Wo geht´s hier nach New Work? Ein Reisebericht.

Menschen aus Unternehmen gehen gemeinsam auf „Expedition“ in andere Unternehmen, um deren Zugang zu New Work* kennenzulernen und Inspirationen für eigene Arbeitsweisen zu bekommen. Das ist die Idee der ersten Learning Journey New Work mit dem iVip, dem Institut für Vitalpsychologie. 11 PionierInnen und ihre Reiseleiterin, Mag. Karin Anna Wenzl – Partnerin der iVip OG, machen sich am 23. September 2019 auf den Weg, um den Herausforderungen der neuen Arbeitswelt zu begegnen.

Die Lernreise führt quer durch Wien, in Unternehmen, bei denen New Work schon ein Stück weit angekommen ist. Es ist ein bewusster Ausbruch aus dem Alltag, wo hinter die Kulissen von anderen Unternehmen geblickt wird. Neue Impulse, gepaart mit intensiver Reflexion, ermöglichen es den Teilnehmenden, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen. Der Ortswechsel sorgt für zusätzliche Dynamik. Die Zielgruppe sind Führungskräfte, HR-Verantwortliche & Menschen aus Unternehmen, die neue Arbeitswege mitgestalten und ermöglichen wollen. 

Gelebte Führung und Unternehmenskultur bei Radio Max

Die Pionierinnen & Pioniere der ersten Learning Journey treffen sich morgens bei Radio Max. Nach einem Come-Together mit Speed-Dating in der Gemeinschaftsküche des Radiosenders folgt eine Führung durchs Haus inklusive Live-Moderation. Die modernen und sehr innovativen Büroräumlichkeiten – im New Work Style – entstanden eigentlich aus der Notwendigkeit des Platzmangels, erzählt Michael Tippl ganz offen und authentisch. Helle Büros, eine Terrasse, die als Arbeitsplatz und Meeting-Area genutzt wird und ein Fitnesscenter, dass zu internen „Challenges“ anspornt, kennzeichnen den Arbeitsplatz bei Radio Max. Im Zuge der Begehung durchs Haus spürt man hautnah, wie Führung und Unternehmenskultur gelebt werden. Die Mitarbeitenden, so Herr Tippl, seien für ihn die wichtigsten MarkenbotschafterInnen. Der Auswahlprozess von neuen KollegInnen unterliegt sehr strengen Kriterien.  Dabei ist das „Mindset“ der Menschen viel wichtiger als die fachliche Kompetenz, erzählt Michael Tippl begeistert.  Und „nicht jeder darf bei Radio Max anfangen, denn wir wollen uns das Arbeitsklima, das wir hart erarbeitet haben, erhalten“, so Tippl abschließend. 

Weiter geht es flussaufwärts mit der U4 in Richtung Friedensbrücke. Dort stärkt sich die Reisegruppe mit einem leckeren Mittagessen in der Sonne, im vietnamesischen Restaurant MOC.

Das Umweltbundesamt schreibt Geschichte

Gleich um die Ecke ist das Umweltbundesamt – UBA, die nächste Reisestation der Gruppe. Hier erzählt Ralph Löwy, Personal- und Organisationsentwickler beim UBA, vom größten Transformationsprojekt in der Geschichte des Unternehmens, das er derzeit begleiten darf. Im Rahmen der Präsentation von Ralph Löwy gehen wir u.a. der spannenden Frage nach, wie es gelingen kann, ein traditionelles Unternehmen von innen heraus für einen Transformationsprozess zu mobilisieren und was die Hürden dabei sind. Er ermöglicht Einblicke in die neue Organisationsstruktur und erzählt, wie neue Formen des agilen Arbeitens umgesetzt werden. Durch den intensiven Dialog schaffen es die Verantwortlichen im Projekt, die Kommunikation mit den Mitarbeitenden aufrecht zu erhalten und so die Zukunft des Umweltbundesamts gemeinsam zu gestalten, sagt Ralph Löwy abschließend.

Im Anschluss geht es wieder stadteinwärts mit der U-Bahn.

Open.Innovation und Selbstführungskraft bei UNIQA

Mit Blick über Wien läßt es sich gut lernen, war das Motto im 20. Stock des UNIQA Towers, wo die Veranstaltung mit zwei spannenden Themen fortsetzt wird. 

Maximilian Rumpf, Head of Open.Innovation von UNIQA, erzählt, wie Open.Innovation funktioniert und wie dieser Innovationsprozess UNIQA positiv verändert. Weiters erhalten die Teilnehmenden Einblicke in Kooperationen mit Start-Ups und wie sich die unterschiedlichen Unternehmenskulturen gegenseitig befruchten. 

Zum Abschluss wird noch ein Blick aus der Vitalitätsbrille auf New Work geworfen. Mitarbeitende sind in der neuen Arbeitswelt gefordert, in ihrer Leistungsfähigkeit mehr und mehr an ihre Grenzen zu gehen. Psychische und physische Vitalität sind in Zeiten der Digitalisierung und ständiger Veränderung ein wichtiges Gut geworden. Filip Kisiel, Leiter des Health Innovation Teams bei UNIQA, und Bardia Monshi, CEO der iVip OG, erzählen in einer spannenden Doppelkonferenz, dass die Selbstführungskraft von Menschen immer mehr gefordert sei, da die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit längst verschwommen sind. Freiheit und Selbstbestimmung in der Arbeitswelt werden hingegen immer wichtiger. Unternehmen müssen die Werte, die sie sich auf die Fahnen heften, authentisch leben, denn von den kommenden Generationen wird das vielmehr hinterfragt und gefordert. 

Mit einem tollen Ausblick über Wien, vielen neuen Erfahrungen aus der Learning Journey New Work und einem Sundowner lassen die Teilnehmenden den inspirierenden und außergewöhnlichen Event ausklingen. In Summe ein großer Erfolg, dessen Fortsetzung gewiss ist!

*Der Begriff „New Work“ geht auf Frithjof Bergmann zurück, der bereits in den 70iger Jahren ein alternatives Arbeitsmodell entwickelte: Anstelle der einfachen Lohnarbeit setzt er die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit und Kreativität in den Vordergrund. In Zeiten von Digitalisierung und zunehmender Individualisierung bekommt der Begriff eine neue Bedeutung. 

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